Headshaking, ein Maladaptions Syndrom

Update
April 2015
Man könnte meinen, in den vergangenen 10 Jahren hätte sich allerhand in Europa getan, auf dem Gebiet der Trigeminus Neuralgie; aus meiner Sicht jedoch nicht, ausser vielleicht, dass sich mehr denn je nun
fast jeder THP mit der Neuralgie befasst, dass die FN die Nutzung des Nasennetzes für ein im Sport startendes krankes Tier gestattet.
Dr. Madigan's Erkenntnisse aus dem Jahr 2005, das Hormon Melatonin betreffend, finden seit diesem Jahr (2015) endlich den Weg nach Europa in Druck- wie digitale Magazine und kursieren durch die Foren der Onlinewelt, begeistern aufs neue Pferdebesitzer und versprechen Hoffnung. Bei all der Euphorie wird halt nur zu gerne übersehen, dass dieses Hormon nur einer Gruppe von Headshakern dienlich ist, dem saisonalen Typ.

Nicht unerwähnt lassen will ich, dass die Heilpflanze "Süßholz", in der TCM als Gan Cao, plötzlich über alle Grenzen hinweg als neuestes Zaubermittel bekannt wurde, seitens eines Autoren, der ein einzelnes Pferd, seines, mit nur Gan Cao geheilt haben will. Der Verkauf von Süßholz erreichte in diesem Jahr beachtliche Höhen.
Das Adaptogen Gan Cao hat eine gewaltige Wirkung, wenn richtig eingesetzt: es kühlt "Leber Feuer"  und wirkt harmonisierend, das bedeutet, es gleicht die Wirkung anderer Kräuter in einer Rezeptur aus; es tonisiert das Qi mit Funktionskreisen Lunge, Herz, Magen und Milz. Aber es heilt keinen Headshaker im Alleingang, zumindest ist mir keiner bekannt, well, ausser DEM einen natürlich. Zum anderen kann Süßholz unkalkulierbare Nebenwirkungen erzeugen, wenn über lange Zeit eingesetzt.

Ebenfalls 2015 wurde die PENS Methode, "Perkutane elektrische Nervenstiumulation", in Deutschland vorgestellt, mittlerweile bieten bereits einige Kliniken diese Behandlung an. Weiteres erfahren Sie hier: https://www.bayernspferde.de/pens/ oder ua. der LMU München

Als nächstes, 2017 stürmte ein Schweizer die deutschen Headshaker Charts und behauptete, alle Headshaker würden unter Muskelproblematiken und sonstigen Blockaden durch falschen Beritt leiden, man hätte seit Jahrzehnten im leeren gefischt (nach einer plausiblen Ursache) und fegte damit alle anderen Forschungsergebnisse vom Tisch. Wer seinen Headshaker für immer heilen wolle, solle sich getrost an ihn wenden, denn nur er hätte die ultimative Lösung parat: man bringe sein Pferd bitte in die Schweiz, lasse es dort für mind. 3 Monate oder buche einen Wochenendkurs bei ihm, er würde es dann richten.
Soviel sei gesagt, der Mann reitet mit viel Gefühl, hat scheinbar ein Händchen für Korrektur-Beritt (Videos sind online), aber die wenigsten Besitzer sind in der Lage, dieses im Nachhinein aufrechtzuerhalten. Einige dieser Schweizer Urlauber (Pferde) waren in den letzten 1 1/2 Jahren in meiner Praxis zu Gast, denn ohne weiterführende Kurse für Reiter & Pferd, ohne der Organfunktion, den Stoffwechselprozessen, Zähnen, Gelenk- und Muskelblockaden, sowie Haltung, Handling, Fütterung, bereits bestehenden Erkrankungen, ua. Nervenschädigungen und anderem Aufmerksamkeit zu schenken, trifft seine These leider nur auf eine begrenzte Anzahl von Pferden zu. Und nebenbei bemerkt: ein Pferd, dass fortwährend mit dem Kopf schlägt, routiert etc. weist definitiv Muskel- und Gelenkproblematiken auf, die ostheopathisch/chiropraktisch aufgelöst werden müssen, um mit gleichwelcher Methode der Neuralgie Einhalt zu gebieten; zudem müssen die meisten Pferde, die unter HS nur beim Reiten leiden, ihre Assoziationen abbauen lernen, und DAS erfordert einen sehr einfühlsamen Reiter/Besitzer mit ausgeklügeltem Managementplan.
Headshaking ist und bleibt eine facettenreiche Erkrankung, die nicht pauschalisiert werden kann.
Egal welcher Methode sich ein Therapeut verschrieben hat, es ist ungeheuer wichtig, aufgeschlossen zu bleiben, den eigenen Tellerrand nicht als Grenze zu betrachten, sonst wird man nur selten einen Headshaker auf Dauer von der Last befreien können.

Es gibt immer noch viel zu wenig Tierärzte, die sich intensiv mit der Krankheit befassen können, es fehlt einfach an Zeit. Daher ist Kortison immer noch in vielen Fällen das Mittel der Wahl, immer noch raten die Stallkameraden dem frustrierten Besitzer sein unwilliges Pferd doch endlich mal hart ran zu nehmen. Hinzukommend, hat die Futterindustrie mittlerweile eine unglaubliche Menge an Produkten auf den Markt geworfen, die Heilung versprechen, meist handelt es sich aber nur um Immunsystem stärkende Säfte und Pulver. Das reicht leider in den seltensten Fällen aus.
Und bevor ich es vergesse, es gibt mittlerweile zwei neue Gruppen von Headshakern: die "echten" und die "unechten", nur hat mir noch niemand erklären können, was denn nun den feinen Unterschied ausmacht.
Eines ist jedoch allgemein immer noch nicht realisiert worden: viele Faktoren spielen bei der Entstehung dieser Neuralgie eine Rolle, ebenso viele müssen bei der Therapie beachtet werden.
Ich meine im Jahr 2017 ist der Artikel immer noch aktuell, wenn auch in manchen Aspekten überholt, aber ich belasse es dabei.

Mein Artikel aus dem Jahr 2004: "Headshaking ist heilbar!!"

Wer hat nicht schon davon gehört? Der Anstieg des Headshaking oder Trigeminus Neuralgie bei Pferden aller Rassen und Disziplinen ist erschreckend. Endlich macht es auch in Deutschland die Runde, dass diese Tiere nicht widersetzlich sind, sondern tatsächlich unter einer Erkrankung leiden, unter einer Neuralgie, die schon seit dem Ende des 18. Jahrhundert bekannt ist, nicht nur beim Menschen, sondern auch beim Pferd.
Mensch wie Tier erfahren Juckreiz der Nase, Reizungen der Augen, mit oder ohne Sehstörungen bis hin zu entsetzlich starken Kopfschmerzen, die den gesamten Körpermechanismus beeinträchtigen und teilweise “lähmen”. Viele Menschen mit dieser Erkrankung wählen den Selbstmord, das sollte aussagekräftig genug sein, wie stark auch Pferde leiden können.
In Bezug auf Ursachen stehen Tierärzte und Tierheilpraktiker häufig vor einem Rätsel. Für die Behandlung der Pferde, deren Krankheitsursache unbekannt ist oder deren Behandlung der bekannten Ursache fehlschlug, und das sind fast 90% aller Pferde, werden Medikamente wie z.B. Kortison eingesetzt, die die Neuralgie noch verschlimmern, da der gestresste Körper ein Übermaß an eigenem Kortison, dem Kortisol, produziert. Andere bekannte Drogen wie Phenobarbitural versprechen nur Erfolg, solange sie angewandt werden, sind zudem sehr kostspielig, abschwächend in der Wirkung, je länger sie angewendet werden und haben starke Nebenwirkungen.
Es werden verschiedene Anti-Allergene ausprobiert, da bei diesen Pferden häufig allergische Reaktionen festgestellt werden. Jedoch können solche Medikamente, wie z.B. Cyproheptadine nicht die Wurzel der Krankheit behandeln, sondern nur Symptome unterdrücken. Viele behaupten, dass Allergien die Ursache für Headshaking seien, dieses bezweifle ich stark, Studien haben es ebenfalls nicht belegen können. Allergien sind eine Erkrankung aufgrund eines schwachen Abwehrsystem. Nicht jeder Headshaker leidet automatisch unter Allergien und eine Behandlung mit diversen Mitteln dieses Bereichs, ohne grundlegende Diagnose ist relativ sinnlos.
Die Eingabe von rein homöopathischen Präparaten zeigt meist nur Teilerfolge, wie Besitzer berichten. Akupunktur, alleine eingesetzt, nicht als unterstützende Behandlung, brachte bisher nur vorübergehenden Erfolge oder gar keine Resultate. Ein exzellenter Akupunkteur weiss um diesen Umstand.
Ähnlich sieht es bei den vielen anderen mehr oder weniger bekannten Behandlungsmethoden aus.

Meine damalige Mentorin und ich begründeten in 2001 die Ursache für das Headshaking in der Theorie “Hyperadaptosis” (mehr dazu nachstehend) und konnten in den nachfolgenden Jahren unzähligen Headshakern und Pferden mit anderen Stoffwechselerkrankungen Erkrankungen, wie zB Cushing’s Disease, Ekzem, erfolgreich behandeln.
Führende Wissenschaftler auf dem Gebiet des Headshaking, wie Prof. Dr. Madigan, USA/Neuseeland und Prof. Dr. Knottenbelt, UK unterstützen unsere Theorie. Prof. Dr. Madigan unterhielt eine klinische Studie über diese Behandlung, die diese Theorie belegte.

Schauen wir mal in ein Pferdeleben, wie es jeder von uns kennt, um diese Theorie verständlicher zu machen:

Das Pferd an sich ist ein Beute- und damit Fluchttier, aufgrund dessen ein Herdentier vorgesehen, grasend und ständig auf der Hut vor Raubtieren. Es baut Stress durch Bewegung ab.
Der Mensch zwang das Pferd, sein gesamtes Dasein zu ändern und anzupassen, “Domestizierung” genannt. Wir trennen es von der Mutter nach nur wenigen Monaten. Wir schließen es für lange Perioden in einen kleinen Stall. Wenn es auf der Weide sein darf, muss es oftmals ohne Artgenossen sein. Wir füttern synthetisch und unnatürlich, wir injizieren Chemikalien in sein System. Wir ändern abrupt seine Umgebung, seine Bezugspersonen und entfernen seine “pferdigen Freunde”. Wir legen einen Sattel auf seinen Rücken, ein Gebiss ins Maul und setzen ein raubtierähnliches Etwas auf seinen Rücken und erwarten, dass es innerhalb weniger Wochen Höchstleistungen in seinem gegebenen Potenzial vollbringen soll.
Wenn die Dinge anfangen, verkehrt zu laufen, das Pferd krank wird, sein Rücken schwach, sein Verhalten verängstigt oder widersetzlich, holen wir einen Fachmann, der unser Pferd mit Antibiotika, Aufbau- und auch Aufputschmitteln versorgt oder wenden uns an einen Futterberater anerkannter Firmen und hoffen mit magnesiumreichen oder ähnlichen Ergänzungsfuttermittel erst einmal die Sache selber in den Griff zu bekommen. Bei schlimmeren Erkrankungen bringen wir es in eine, dem Pferde unbekannte Umgebung und veranstalten alle möglichen Tests und pumpen noch mehr Chemikalien in das Pferd. Damit genug an Beispielen, welchen Stress wir diesem Tier auferlegen.
Würde ein Mensch so behandelt werden, würde sein Organismus mit einem Zusammenbruch reagieren. Gott sei Dank sind wir Menschen in der Lage, uns mitzuteilen, wenn wir unter Stress leiden. Das Pferd ist nicht in dieser glücklichen Situation, insbesondere die netten, willigen, sensiblen Vertreter ihrer Rasse nicht. Sie wehren sich wenig, machen alles mit, was verlangt wird, bis zu dem Zeitpunkt, wo ihr, scheinbar so starkes System zusammenbricht. Die Konsequenzen des von uns auferlegten Stress.

Seitdem ich mit vielen Besitzern von Headshaker Pferden in aller Welt im Gespräch bin, konnte ich eine Gemeinsamkeit feststellen: fast alle Pferde haben einen Krankheitshintergrund des entweder hochgradig akuten oder des chronischen Stress in seinen verschiedensten Formen.

Jegliche Form des Stress produziert die selben physiologischen Konsequenzen. Diese Formen beinhalten
-umweltbedingten Stress (Hitze, Kälte, Geräusche, etc),
-chemischen Stress (Umweltverschmutzung, Arzneimittel, Impfstoffe, Entwurmungsmittel, etc.),
-physischer Stress (Überarbeitung, Trauma, Infektion, etc),
-psychologischer Stress (Angst, Stalländerung, Verlust des Boxen/Weidenachbarns, etc),
-und biochemischer Stress (Ernährungsmängel, Futterqualität, etc).

All diese Formen des Stresses sind interaktiv und allmählich zunehmend, d.h. wenn ein Pferd unter umweltbedingtem Stress leidet, wird es bald auch unter psychischem Stress leiden, dem folgt der physische, usw.
Dieses resultiert in dem so genannten “Generellen Adaptationssyndrom”, in Fachkreisen “Hyperadaptosis” genannt, allgemein bekannt unter “Burnout-Syndrom”.
Der kanadische Arzt Dr. Hans Selye hat die Adrenalindrüsenfunktion und den Effekt des Stresses auf diese intensiv über Jahre hinweg studiert. Er prägte den Begriff GAS oder Generelles Adaptationssyndrom und definierte Stress folgendermassen: Stress ist ein Begriff für ein generelles Reaktionsmuster, das Tiere und Menschen als Antwort auf erhöhte Beanspruchung zeigen. Laut Selye ist ein gewisses Mass an Stress (Eustress) lebensnotwendig und ungefährlich. Langandauernder starker Stress (Distress) kann jedoch gesundheitliche Schäden vielfältiger Art verursachen.

Dr. Selye nennt drei Phasen:
Alarmphase: Die Adrenaldrüsen vergrössern sich und sondern grosse Mengen von adrenokortikalen Hormonen ab. Diese Hormone, 85% ist Kortisol, unterdrücken entzündungshemmende Reaktionen und mobilisieren Energiereserven. Dieses versetzt den Körper in einen Alarmzustand und leited alle biochemischen Ressourcen zur unmittelbaren Rettung des Systems um. Die Energien des körpereigenen Selbstheilungsmechanismus werden vereinnahmt, das Immunsystem wird unterdrückt, Glykogenreserven aus der Leber und den Muskelfasern werden mobilisiert, um den Blutzuckergehalt des Blutes anzuheben, Verdauung und Aufnahme von Nährstoffen werden gehemmt. Die Magenschleimhäute werden dünn, der Thymus und das Lymphgewebe schrumpfen. In dieser Phase sehen die Augen normalerweise glasig aus.
Phase des Widerstandes: Tritt der Tod nicht ein, versucht sich der Organismus unter Veränderung wichtiger Körperfunktionen den Stressbedingungen anzupassen. Dadurch erhöht sich seine Widerstandskraft gegen des Stressor. Diese Phase erlaubt dem Kortikosteroid den Kampf weiterzuführen, lange nachdem die Erstreaktion, “Kampf oder Flucht” abgeklungen ist. Durch chronischen Stress werden die Adrenaldrüsen überfordert und ausgelaugt; trotz alledem, es steht noch ziemlich gut mit der Gesundheit des Systems. Die Adrenalindrüsen werden sich erholen, zum Teil neu bilden und grösser werden. Jedoch werden sie weiterhin grosse Mengen von Kortisol ausschütten, welches wiederum verschiedene Reaktionen und Symptome hervorruft. Dieses kann für eine Reihe von Jahren so weitergehen, meistens unbemerkt.
Phase der Erschöpfung: Anpassung und Widerstand haben Grenzen. Bei dauerhafter Einwirkung der Stressoren tritt Erschöpfung von Anpassung und Widerstand ein. Die Adrenalerschöpfung tritt dann ein, wenn keine Reserven mehr vorhanden sind, die dem Stress gegenübertreten können. Das kann zu einem totalen Kollaps der Körperfunktionen, damit zum Tod, oder nur zu vereinzelten Organzerstörung führen, speziell die des Herzens und der Adrenalindrüse, und natürlich zur Schädigung des Immunsystems und der Blutbahnen. Kortisole werden nun kaum mehr produziert. Ein hohes Potassiumdefizit tritt ein, der Abbau der Glukokortikosteroide ist hochgradig, oft augenblicklich zur Unterzuckerung führend. Schäden werden irreparable, neue und schwerwiegende Krankheiten treten auf, die nicht selten zum Tode führen.

Folgendes sind einige der Symptome, die ich bei den zu behandelnden Pferden seit 2001 beobachtet habe:
· Nervosität
· Extreme und irrationale Beunruhigung
· Überhöhte Ermattungszustände
· Zwangverhalten wie zB konstantes Salzstein lecken
· Allergien
· Hautprobleme
· Hautgeschwüre und Tumore
· Muskelschmerzen und Fibromyalgie-Syndrom
· Gelenkschmerzen und Sensibilität
· Überhöhter Puls- und Herzrate
· Probleme des gesamten Verdauungsapparates - Gastritis, Kotwasser, Blähungen, Koliken
· Starker Durst oder extrem geringer Durst
· Erhöhtes Wasserlassen
· Fettansammlungen in einzelnen Muskelbereichen, Fettleibigkeit, dicker/schwammiger Mähnenkamm
· Glasige und/oder “harte” Augen
· Abnormal schnelle Wundheilung, jedoch mit starker “wildes Fleisch” Bildung
· Verlust der Knochendichte/Osteoperose
· Plötzliche Energiewallungen gefolgt von grosser Erschöpfung
· Ungewöhnliche Sensibilität um Nüstern und Ohren
Und zu guter letzt, Anzeichen von starkem Kopfschmerz, entweder konstant oder attackenweise, den einige Pferde sogar durch absichtliches Anschlagen mit dem Kopf gegen feste Wände/Zaunpfähle/grosse Steine “abstreifen” wollen.

In den ersten Jahren meiner Praxis habe ich hauptsächlich Adaptogene eingesetzt, mittlerweile sind die Rezepturen wesentlich komplexer geworden. (update 2015)
Ein Adaptogen [lateinisch adaptāre = adaptieren, angleichen, anpassen, bearbeiten, sich anpassen, sich angleichen] ist eine Substanz, die dem Körper hilft, sich anzupassen, speziell dann, wenn Stress der Auslöser einer Krankheit ist. Adaptogene haben Einfluss auf das gesamte Immunsystem.

Der Begriff "Adaptogen" wurde Mitte des 20 Jahrhunderts von dem russischen Wissenschaftler Nicolai Lazarev geprägt. Er war davon überzeugt, dass einige Pflanzen Bestandteile enthielten, welche dem Körper helfen könnten, die natürliche Stress-Bereitschaft zu erhöhen.
Sein Nachkomme, Isräl I. Brekhman, war der erste Wissenschaftler, der eine tiefer greifende Forschung dieser Hypothese begann. In den Laboren der sibirischen Wälder Ost-Russlands arbeitend, entdeckte Dr. Brekhman, dass einige seltene Kräuter, die schon seit Jahrhunderten von Einwohnern dieses abgeschiedenen Landes wegen ihrer heilenden, unterstützenden and kräftigten Eigenschaften genutzt wurden, tatsächlich diese Eigenschaften besaßen und bewies es in klinischen Studien.
Mit dem Namen "Vater der Adaptogene" für seine Pionierarbeit versehen, erstellte Dr. Brekhman Tausende von Studien, um diese Eigenschaften zu messen und bis ins Detail aufzustellen.

Die ganzheitliche TCM Therapie beruht nicht nur auf den Heilkräutern
Die Behandlung umfasst auch die Haltungsbedingungen, Futter, unterstützende Massnahmen wie zB Osteopathie, Akupunktur und auch den Besitzer mit seinen Erwartungshaltungen, Wünschen und Ängsten;
letzteres mag sich amüsant lesen, aber Sie als Pferdebesitzer wissen, wie stark Ihr Pferd auf Ihre Emotionen und innere Anspannung reagiert.
Es gibt verschiedene käufliche Mixturen, jedoch ist die Symptomatik von Pferd zu Pferd so unterschiedlich, dass ich davon abrate, sie "heilen" in den seltensten Fällen.
Jedes Pferd sollte nach seinem spezifischem Krankheitsbild behandelt werden, passende Heilkräuter können so gezielt eingesetzt werden.
Man kann das Immunsystem im allgemeinen mit fertigen Zusatzmitteln stärken. Eines habe ich im Jahr 2004 entwickelt, Equi Immun.
Es existiert jedoch weder eine fertige Mixtur noch Kräutermischung, noch medizinisches Präparat, die das Headshaking (auch nicht das ohne greifbare physische Ursachen) kuriert, sei es photisch oder idiopathisch oder saisonal!!
Sollten Sie danach suchen, befassen Sie sich bitte noch eingehender mit der Trigeminus Neuralgie, dabei spielt es keine Rolle, ob Sie in die Humanmedizin eintauchen oder bei der Veterinärmedizin bleiben.

Die TCM Phyto-Therapie

Die Behandlung mit verschiedenen chinesischen Heilpflanzen, wie ich sie anbiete, ist keine Zauberformel, die durch tgl. Fütterung die Krankheit im ‘Nichts’ verschwinden lässt.
Diese Behandlung erfordert SEHR VIEL Geduld, Hingabe, Feingefühl und Disziplin vom Besitzer, jedoch ist es vielversprechender und auf Dauer weniger kostspielig, als der immer wieder neue Einsatz vieler Mittel und diverser Ansätze, die oftmals nur Linderung bringen.
Die Chinesische Heilkunde bietet Gesundung des Körpers und damit ein Abklingen der Neuralgie und nicht Unterdrückung der Symptome.

Wie lange braucht es, bis das Pferd gesund ist?
Der Behandlungserfolg ist individuell unterschiedlich und abhängig von vorhergehender Belastung und Intensität der Erkrankung, sowie weiterer "Baustellen" und sehr stark abhängig auch vom Besitzer.
Gesetzt den Fall, das Pferd wird pferdegerecht gepflegt, hat ein soweit wie möglich stressfreies Leben, einen Besitzer befreit vom Erwartungsdruck, können erste Erfolge nach ca. 2 bis 3 Wochen auftreten.
Man kann es unter anderen an folgendem erkennen:
· Das Pferd ist weniger angespannt und schreckhaft
· Die Box ist sauberer
· Haut und Kopf werden weniger empfindlich für Berührung
· Der Augenausdruck wirkt “weicher” und entspannter

Ich rate, ein Tagebuch mit Notizen über jegliche Veränderung zu führen. Nach weiteren 3 bis 6 Wochen sollten die obigen Veränderungen offensichtlicher werden. Das eigentliche Headshaking reduziert sich dann meist nach ca. 6 bis 9 Wochen Behandlung.
Ob nach Heilung, sprich dauerhaftem Ausbleiben der Symptomatik die Pferde wieder voll einsetzbar sind und ihre vorhergehenden Leistungen wieder erbringen werden, ist von Fall zu Fall verschieden. Die Reizschwelle wird für viele dieser Pferden für Jahre niedrig bleiben.

Weitere Informationen zum Thema Headshaking finden Sie auf meiner Info Website https://www.headshaker.eu
Copyright Iris Brown, TCVMP https://pferde-tcm.eu 2004, updated 2015, 2017