Therapie

Vorab des Therapiebeginns sollte das telefonische Gespräch stehen, zum einen, dass ich mir ein Bild von Ihrem Pferd und des Problems machen kann, zum, anderen, um Ihnen schon erste Hilfe anzubieten, z.B in punkto Haltung oder Fütterung.
Es bestehen 2 Möglichkeiten der Anamnese: der Besitzer nimmt diese selber vor oder ich besuche Sie (näheres unten)

Besitzer Anamnese:

Sollte sich mir nicht die Möglichkeit der "Vor Ort Untersuchung" bieten, bin ich auf Ihre Beantwortung eines detaillierten Anamnesebogens (Fragebogens) angewiesen. Exterieuraufnahmen, Nahaufnahmen der Augen und Zunge müssen beigelegt werden, denn sie sind von hohem Nutzen für die Diagnose. Sie erhalten eine Anleitung zum Ausfüllen des Anamnesebogens.

Dieser Anamnesebogen ist sehr detailliert und umfangreich und macht damit eine Diagnose durchaus erfolgreich, wie die vielen Referenzen belegen. Diese gründliche Anamnese des Pferdes umfasst alle Beobachtungen, wie Symptome, Haltung, Fütterung, Beritt, sowie bekannte Krankengeschichte und Behandlungen, vergangene und derzeitige.
Speziell in diesen Punkten bin ich auf die detaillierten Berichte des Besitzers/Pflegers angewiesen.

In diesem Fragebogen wird nach den Regeln der TCM Diagnostik befragt, Beschreibungen der Zunge, des Auges, der Haut, Schleimhäute, Ausscheidungen (Urin, Stuhl), Flüssigkeitsausscheidungen (Nüstern, Maul und Schweiss) und Verhalten werden detailliert erfragt.
Wenn vor Ort, wird auch Pulsdiagnostik angewandt. Auch subjektive Symptomatik wie Unfälle und Haltungsbedingungen, Krankheiten, wie zB Verdauungsprobleme/Kolikvergangenheit wird beachtet.
Bestimmte "Bilder/Ergebnisse" der Anamnese sprechen für Störungen in bestimmten Meridianen, zB. häufiges Kotwasser deuten auf Probleme im Meridian Milz hin. Alle Beobachtungen zusammen ergeben dann die Diagnose.
Daraufhin werden Kräuter bestimmt, die Wirkungen auf die Meridiane, damit auf das gesamte System des Pferdes haben und in den kommenden Monaten ein Gleichgewicht wieder herstellen.

Es ist wichtig, dass vor Erstanamnese ein Tierarzt eine Diagnose gestellt hat. Oftmals kann zB eine muskoskelettale Erkrankung die Ursache für zB das Headshaking sein; des weiteren können Sie Ihr Pferd bei Verdacht auf virale und bakterielle Erkrankungen testen lassen, Herpes, Borna und Lyme Borreliose können ebenfalls Auslöser sein. Auch bei diesen bakteriellen und viralen Erkrankungen kann die TCM Erfolge verzeichnen, sei es mit oder ohne Headshaking.

Den Anamnesebogen finden Sie nicht zum download online, sondern ich sende Ihnen diesen mit Therapiebeginn.

Management
Nachdem ich eine Diagnose erstellt habe, erhalten Sie einen individuellen Management- und Futterplan, sowie eine Mischung von Heilkräutern, die Sie Ihrem Pferd täglich einmal füttern. Am einfachsten und kontrolliert kann man diese Kräuter als Aufguss oder Tinktur oral geben. Wenn das Pferd sich an den Geruch gewöhnt hat oder es nicht oral eingegeben werden kann, kann es auch über ein wenig aufsaugendes Futter gegeben werden. Und dann heisst es weiterhin gut beobachten, Tagebuchführung hat sich bewährt. Sie sollten positiv denkend an Ihr Pferd herantreten, ohne zB beim Headshaker die Angst im Nacken zu haben, gleicht schnickt es wieder. Seien Sie ein Optimist, der sich dauernd vorsagt, jetzt wird es wieder. Diese lockere Haltung überträgt sich auf das Pferd, glauben Sie mir, wie Ihre Anspannung auch!
Ich vertrete die Ansicht, Schulmedizin und TCM miteinander zu kombinieren, ebenso hat die Akutmedizin/ -Behandlung IMMER Vorrang. Auch lässt sich die TCM mit anderen Behandlungsmethoden gut verbinden, sei es Homöopathie, Magnetfeld, Ultraschall, Osteopathie usw
Während der Behandlung verändert sich das Verhältnis zwischen den Meridianen aufgrund der eingesetzten Kräuterwirkstoffe, daher muss die TCM Anamnese spätestens alle 3 bis 4 Wochen wiederholt werden, sog. Folgeanamnesen; die Veränderungen werden wiederum erfasst, Mischungen daraufhin erneut zusammengestellt. Gravierende Veränderungen sollten mir dennoch umgehend mitgeteilt werden. In den meisten Fällen werden die Kräuter umgestellt oder Ergänzungen gemacht. Eventuell schauen wir uns noch einmal das Futter an, um etwaige Ergänzungen/ Änderungen vorzunehmen. Während der ersten Phase der Therapie, die meist nur 1 Monat währt, sollte das Pferd Stress Situationen möglichst nicht ausgesetzt werden, Wurmkuren, Impfungen, wenn möglich verschieben, wenn unumgänglich anschliessend entgiften/ausleiten.

Headshaking
die Behandlung ist langwierig, erfordert Geduld, Verzicht und gute Beobachtungsgabe seitens des Besitzers/Pflegers. Die Schulmedizin bietet weiterhin entweder nur unterdrückende oder nur bei einigen Pferden einzusetzende Massnahmen an, wie zB  die "Melatonin Behandlung", von Dr. Madigan schon im Jahr 2005 mit Studien in Neuseeland belegt oder auch Operationen und PENS, deren evtl positive Auswirkungen oftmals nicht von Dauer, zudem sehr kostspielig sind. Die fanatische Suche der Wissenschaft nach dem "Heiligen Gral", der Pille gegen Trigeminus Neuralgie bei Mensch und Tier wird auch erfolglos bleiben, da zu viele Facetten und Faktoren im Spiel, daher bietet die TCM nachweislich erfolgreiche Optionen der Therapie, ohne allerlei Zusatzmittel jeglicher Art, zum "normalen", symptomfreien Leben zurückzukehren, ohne "die Symptome der Krankheit" zu unterdrücken.
Die Behandlung ist sicherlich für viele nicht einfach durchzuführen, aber die Pferde, die wieder geritten werden können, ohne jegliche Hilfsmittel und Sedative, und die, die sich auf dem Wege der Besserung befinden, belegen doch, dass dieser [Weg] ein optimaler sein kann. Zum Gesamtkonzept der Therapie gehören ebenfalls Anpassung des Futters, Haltungsbedingungen, Beritt, Einwirkung des Besitzers/ Pflegers.

Ein Wort speziell an die professionellen Reiter, Ausbilder, Sponsoren, usw. gerichtet, die dem Druck der Pferdeindustrie unterliegen: ein "Schnäppchen" unter den Pferden wurde zum Schnäppchen, weil es Mängel hat, das wissen Sie und ich nur zu gut. Egal wie viel Potential das Pferd in sich birgt, erwischen Sie einen Headshaker, steht die Kosten/Nutzen/Gewinn Kalkulation gewaltig auf der Kippe; erwarten Sie nicht, dass die TCM oder andere ganzheitliche Methoden das "Problem" auf schnellem Wege kurieren kann und Sportgerät Pferd wieder einwandfrei funktioniert. Ihr Tierarzt wird Sie beraten.

Arbeiten während der Therapie für Headshaker
Es kursiert das Gerücht im Internet, speziell in einigen wohlbekannten Foren und Facebook Gruppen, dass die Pferde während der Dauer der Therapie nicht geritten/ gearbeitet werden können. DEM IST NICHT SO! Nur in der 1. Phase sollte es unterbleiben, dh beschäftigen Sie Ihr Pferd anderweitig mit all dem, was keine innere Anspannung auslöst. Befreien Sie sich von Erwartungshaltungen und Zielen, zB nächstes Turnier in 3 Monaten; der Grund: der Stoffwechsel wird durch die Kräuter verlangsamt, sodass gestörte Meridiane zur Ruhe kommen, die Kräuter schneller wirken. Würde der Stoffwechsel ständig gefordert, würde die Therapie erfahrungsgemäss wesentlich länger währen. Sobald das Pferd mind. 14 Tage lang keine gravierenden Symptome mehr zeigt, wird langsam mit dem Aufbau, der sog. Adaptions-Phase begonnen, auch dieser ist speziell dem Headshaker angepasst, zur Routine geht es dann Schritt für Schritt zurück.

Heilkräutermischungen & Tinkturen
Alle Mischungen werden hand-selektiert. Preise mögen variieren, abhängig von den einzelnen Kräutern. Link: Kosten .
Die meisten Behandlungen beruhen auf einem mehrmonatigem Behandlungsplan, speziell bei Headshaking, Sommerekzem, Allergien, COPD, etc. Diese Therapie folgt einem in der Praxis geprüftem kontinuierlichen Ablauf. Es hilft leider nicht, wie zB bei der Headshaker Therapie oftmals erwünscht und leider auch getan, nach dem ersten Monat ohne Symptomatik die Therapie zu beenden, und, sobald die Probleme wieder auftreten, erneut zu beginnen. Auch würden so die Kosten ins unermessliche steigen.
Wenn ein Körpersystem dermassen gestört ist, dass Ekzeme, Allergien, Syndrome und Neuralgien oder chronische Erkrankungen entstanden sind, dürfen wir nicht erwarten, dieses innerhalb von wenigen Wochen auskurieren zu können. Vergleichen Sie mit Therapien der Humanmedizin, zB Heuschnupfen oder auch Burnout Syndrom, tgl 1 Pille für 3 Wochen einwerfen verzeichnet keine Heilerfolge, mag im allerbesten Fall nur unterdrücken (je nach Medikament), ebensowenig bei Ihrem Pferd.