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TCM im Pferdestall

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Wenn wir ein Pferd mit der Traditionelle Chinesische Heilkunde (TCM) behandeln wollen, darf nicht nur das vorrangige Problem und seine Symptome, zB Atemwegserkrankungen oder Headshaking betrachtet werden, sondern der gesamte Körper des Tieres in einer holistischen Weise.
Jegliche Veränderung, Symptom, Emotion, Krankheitsgeschichte und andere generelle Charakteristika sollte beachtet werden, um ein wahrhaftiges Bild der Disharmonie (weiterführende Information: Yin & Yang) zu bekommen. Dieses Bild beschreibt den Zustand des aus dem Gleichgewicht geratenen Pferdekörpers. Diese Diagnostik Methode bringt nicht unbedingt eine spezifische Krankheit oder eine präzise Ursache hervor, sondern ein Bild des GANZEN und dessen Probleme - davon wandelt sich die Terminologie der "Ganzheitlichen Therapie" ab. Die Frage nach Ursache und Effekt dieser wird immer als sekundär betrachtet.
Sobald ein Ungleichgewicht festgestellt ist, wird aus der Vielzahl der einzelnen Pflanzen entsprechend der chinesischen Diagnose eine individuelle Rezeptur erstellt, um dem Körper die notwendigen Heilwirkstoffe zuzuführen und eine Balance des Systems wieder herzustellen. Spezielle Aufmerksamkeit in der Liste der Heilpflanzen erhalten sogenannte Adaptogene. Auf der Seite Adaptogene im Detail stelle ich einige Pflanzen im einzelnen vor. 

Oft schon nach einer Woche, in der das Pferd die verschriebenen Heilkräuter bekommt, zeigen sich erste Veränderungen. In der TCM gibt es keine Erstverschlimmerung wie in der Homöopathie. 
Es dauert in den meisten Fällen ca. 1 bis 4 Monate bevor die ersten Erfolge deutlich zu sehen sind: die Symptome werden geringer oder unterbleiben, der Körper beginnt mit der Selbstheilung.
Um die Theorie, die hinter dieser Behandlung steht, zu erfassen, empfehle ich meinen Artikel: "Headshaking ist heilbar" (öffnet in neuem Fenster)

Nervenvernarbungen, die durch eine Neuralgie entstehen, kann man nicht mehr kurieren -- ABER diese Therapie kann den Pferdekörper wieder soweit ins Gleichgewicht bringen, daß er ohne Schwierigkeiten die tgl. Belastungen eines Pferdealltags mit Beritt verkraften kann, ohne Rückfälle zu erleiden. 

Wie funktioniert die Behandlung beim Tier?

Wir folgen dabei den antiken Regeln der TCM, d.h. eine ganzheitliche Betrachtungsweise und Behandlung.
Es bedeutet eine gründliche Anamnese des Pferdes, in der alle Symptome und die gesamte Krankengeschichte erfragt werden.
Speziell in diesen Punkten bin ich auf die detaillierten Berichte des Besitzers/Pflegers angewiesen. Sollte ich Ihr Pferd persönlich untersuchen, fahre ich nun mit einer Untersuchung am Pferd nach den Regeln der TCM fort. Zudem müssen Sie mir eine Flut von Fragen beantworten;
hierauf folgend erstelle ich eine Diagnose, welche sich von einer schulmedizinischen unterscheidet. Die Schulmedizin würde zB ein Sommerexzem als Krankheit diagnostizieren, in der TCM wird das Exzem als Symptom betrachtet, dessen Ursache in den Körpersystemen des Pferdes zu finden sind.

Sollte sich mir nicht die Möglichkeit der "Vor Ort Untersuchung" bieten, bin ich auf Ihre Beantwortung eines detaillierten Fragebogens angewiesen. Nahaufnahmen der Augen und Zunge sind von hohem Nutzen für die Diagnose, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie Auge, Maul und Zunge beschreiben sollen. Sie erhalten eine Anleitung zum Ausfüllen des Fragebogens

Den Fragebogen habe ich in den letzten Jahren vervollständigt, diese Form der Diagnose ist nach langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der TCM durchaus erfolgreich.

Es ist wichtig, daß vor Erstanamnese ein Tierarzt eine Diagnose gestellt hat. Oftmals kann zB eine muskoskelettale Erkrankung die Ursache für das Headshaking sein; des weiteren sollten Sie Ihr Pferd auf virale und bakterielle Erkrankungentesten lassen, Herpes, Borna und Lyme Borreliose können ebenfalls Verursacher sein.

Nachdem ich eine Diagnose aufgestellt habe, erhalten Sie eine Liste von Heilkräutern, die Sie Ihrem Pferd tgl. füttern müssen.
Am einfachsten und kontrollierter kann man diese Kräuter als Tinktur oral geben. Wenn das Pferd sich an den Geruch gewöhnt hat oder die Tinktur nicht oral eingegeben werden kann, kann sie auch über ein wenig aufsaugendes Futter gegeben werden

Es ist ideal für die Behandlung, wenn Sie Ihr Pferd nicht reiten und es so lange wie möglich frei bewegen kann, ihm kein Mineralfutter, Müsli und wenn möglich keinen Hafer mehr füttern. Wenn Hafer, dann nur eine Handvoll, nur Gras und Heu, falls nicht genügend Gras. Keine Silage oder Heulage!!!! Wenig süßes Obst und wenig Karotten. Die kommerziellen Lekkerlies sollten Sie für lange Zeit weg legen.

Und dann heißt es warten, weiterhin gut beobachten, Tagebuchführung hat sich bewährt. Sie sollten frohen Mutes an Ihr Pferd herantreten, ohne die schreckliche Angst im Nacken zu haben, gleicht schnickt es wieder. Seien Sie ein Optimist, der sich dauernd vorsagt, jetzt wird es wieder. Diese lockere Haltng überträgt sich auf das Pferd, glauben Sie mir!! Ebenso Ihre Anspannung!

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